Neuere Geschichte

Die Geschichte Herrnhuts ist seit Gründung 1722 außerordentlich interessant und vielfältig. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Infrastruktur in den vergangenen Jahrhunderten erhielt ihre Prägung durch die Herrnhuter Brüdergemeine vor allem im sozial - gesellschaftlichen Bereich und die Abraham-Dürninger-Stiftung als bedeutendstes Wirtschaftsunternehmen im wirtschaftlichen Bereich.
Bis zum Ende des 19.Jahrhunderts hat die Brüdergemeine den Ort Herrnhut als politisch selbständige kommunale Einheit selbst verwaltet und entwickelt. Auch als der Ort die kommunale Selbständigkeit und Hoheit erhielt und wahrnahm, hatte die Brüdergemeine dennoch erheblichen Einfluss. Das ergab sich daraus, dass die meisten Einwohner Herrnhuts auch Mitglied der Brüdergemeine waren.

Am 07. Dezember 1929 erhielt Herrnhut Stadtrecht. In der Urkunde des damaligen Sächsischen Innenministeriums heißt es u. a.: "... wegen ihres städtischen Charakters und in besonderer Berücksichtigung ihres Weltrufes wird die Befugnis erteilt, sich als Stadt zu bezeichnen, ...".

Stichworte:
9. Mai 1945
Große Teile Herrnhuts fallen nach Brandstiftung der Roten Armee den Flammen zum Opfer

1953
Der Kirchsaal der Brüdergemeine ist nach historischem Vorbild wiedererrichtet

1990
Erste freie und demokratische Wahlen zum Stadtrat

1994
Zusammenschluss von Herrnhut und Ruppersdorf

2010
Zusammenschluss von Herrnhut und Strahwalde

2011
Zusammenschluss von Herrnhut und Großhennersdorf

Zur "Neueren Geschichte der Stadt Herrnhut" empfehlen wir eine Darstellung von Rainer Fischer zum Download als PDF-Datei.
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